Veranstaltungen: 2.7. Sommerfest
Partnergemeinde Wirsberg
Partnerschaftsabend vom 22.11.2008 in Wirsberg
10 Jahre - Partnerschaftsabend
10 Jahre - Partnerschaftsabend:

Für Hermann Anselstetter ist "unsere Partnerschaft ein Geschenk der Geschichte". Bei der Feier des zehnjährigen Bestehens der Verbindung zwischen dem Markt Wirsberg und der Gemeinde Georgenberg am 22. November sprach Wirsbergs Bürgermeister von einem "denkwürdigen Tag" und war sich wie sein Georgenberger Kollege Johann Maurer zur "Rosenhochzeit" einig, dass beide Kommunen bisher eine "gute Ehe" geführt hätten.

"Freunde, die ihr seid gekommen" – bereits der Auftakt der Jubiläumsveranstaltung im Waldhotel "Hubertushof" durch den Gesangverein Wirsberg war bezeichnend und für Anselstetter eine sehr gute Wahl. Da nahmen ihm die Gäste aus der Partnergemeinde auch die Aussage beim historischen Rückblick auf die "märchenhafte Partnerschaft", als Konrad von Wirsberg vor inzwischen 510 Jahren die damalige Burg "Lug ins Land" im "finsteren Oberpfälzer Wald" zerstört habe, nicht krumm.

"Nach dem Sieg liebte er das Oberpfälzer Land", wusste das Marktoberhaupt über Konrad von Wirsberg, der dann wie Georg Christoph von Wirsberg viel Gutes getan, mit Gottes Hilfe auch Kirchen und Kapellen errichtet und die Besiedelung des Gebiets vorangetrieben habe. "Die Wirsberger starben dann aus", blickte Anselstetter auf die Streitereien mit den Lobkowitzern zurück.

"Ein halbes Jahrtausend verging, dann geschah ein Wunder." Für den Bürgermeister war vor allem der "wachsame Zöllner Johann Ermer", der sich an die 500. Wiederkehr der Erstürmung der Burgruine Schellenberg erinnert habe, der Initiator der Partnerschaft, als er zusammen mit dem damaligen Georgenberger Bürgermeister Alfred Schriml die Verbindung eingeleitet habe. "Unser Ehrenbürger und Heimatforscher Karl Hahn konnte viel Neues berichten", wusste "Hermann von Cottenau", der von einer "reizvollen Fee" sprach, die empfohlen habe "Lasst uns Partner werden!".

Die zehn Jahre seit der Unterzeichnung der Urkunde am 15. Mai 1998 sind für Anselstetter "wie im Flug vergangen". Auch wenn bereits viele Begegnungen stattgefunden hätten, könnten beide Gemeinde noch oft aus dem Vollen schöpfen. "Es gibt noch viel zu erkunden und zu entdecken", meinte er daher.

Wie Anselstetter freute sich Johann Maurer über den Einsatz der Leute, welche die Menschen aus beiden Gemeinden näher gebracht haben. "Was vor nun über zehn Jahren als Partnerschaft ins Leben gerufen wurde, hat mit den Jahren auch zu herzlichen Beziehungen zwischen den Menschen in unseren Gemeinden geführt", sagte Georgenbergs Bürgermeister, der von einer überaus positiven Entwicklung sprach. "Die Botschaft ist angekommen."

Maurer erinnerte an die historischen Verbindungen zwischen Wirsberg und Georgenberg, blickte unter anderem auf den Partnerschaftstag 2006 zurück und stellte fest, "dass wir auf dem besten Weg sind, die Ziele der Gründungsurkunde in die Tat umzusetzen". Wie sehr sich beide Kommunen einig sind, zeigten auch die Geschenke: Maurer erhielt von Anselstetter für die Ortseingänge Schilder "Wir sind Partner", und der Georgenberger Rathauschef revanchierte sich mit einer Partnerschaftstafel.

Eine Überraschung war die Übergabe eines von Reinhold Schultes stammenden Bildes mit der Burgruine Schellenberg als Hintergrund und dem von ihm zur Melodie des Liedes "Im Schönsten Wiesengrunde" verfassten "Schellenberg-Lied" durch den Georgenberger Ehrenbürger Johann Ermer. Er sprach dabei von einer Grundidee des Ex-Bürgermeisters Alfred Schriml, die der Kunstmaler verwirklich habe. Anselstetter freute sich auch über die CD mit dem von Schultes gesungenen Lied.

"Die Begegnungen machen das Leben lebenswert", fand Christina Flauder. Für die stellvertretende Landrätin des Landkreises Kulmbach wird durch den "Blick über den Tellerrand" der eigene Horizont erweitert. Das trage auch für eine stabile und verlässliche Beziehung bei.

Das Rahmenprogramm des Partnerschaftsabends hatte es außerdem in sich. Viel Beifall erhielt neben dem Gesangverein Wirsberg bereits der Landfrauenchor Kulmbach. Mit einer perfekten Bühnenshow glänzte das Vokalensemble "Bertomijo". Bernhard Planner, Andreas Haider, Thomas Haider, Michael Haider und Joachim Scheibl präsentierten sich bei ihrem Auftritt als vorzügliche Botschafter, so dass Anselstetter sagte: "Das war ein tolles Partnerschaftsgeschenk."


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