Gemeinderat
der Gemeinde Georgenberg
Vereidigung
Beginn der Wahlperiode 2014 - 2020:
Gemeinderatssitzung vom 14. Mai 2014

Liebe Gemeinderatsmitglieder,
verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer,


ich erkläre die konstituierende Sitzung des Gemeinderats für die Amtsperiode 2014 bis 2020 für eröffnet und begrüße Sie alle auf das Herzlichste.

Selbstverständlich gilt heute Abend mein besonderer Gruß den am 16. März 2014 neu gewählten Gemeinderatsmitgliedern Marina Hirnet, Alfred Bergler, Bernhard Götz, Achim Helgert, Mario Schaller, Jürgen Schiller und Christian Käs. Ich wünsche Euch ein rasches Eingewöhnen und viel Erfolg bei Eurem Wirken zum Wohle der Gemeinde.

Liebe Kollegen, wir bilden zusammen den Rat dieser Gemeinde. Dieser ist ein kollegiales Verwaltungsorgan und nicht – wie leider immer wieder zu hören ist – ein Parlament. Es gibt deshalb weder Regierung noch Opposition, sondern – so hoffe ich auch – das ungeteilte Bemühen, das Bestmögliche für die Gemeinde sowie deren Bürgerinnen und Bürger zu leisten.

Nehmen wir als Demokraten den Wählerwillen ernst – wovon ich fest überzeugt bin –, dann müsste im neuen Gemeinderat ein gutes, vertrauensvolles und auf sachliche Kooperation ausgerichtetes Arbeitsklima herrschen. Keine Partei oder Gruppierung vermag alleine etwas durchzusetzen. Der Zwang zum Miteinander ist gewissermaßen vorgegeben. Deshalb meine ich: Wir müssen aufeinander zugehen, kompromissbereit und konsensfähig sein und bleiben.

Es erwarten uns wieder vielfältige und anspruchsvolle Aufgaben. Schon während der Wahlbewerbung – ich spreche bewusst nicht von Wahlkampf – haben wir festgestellt, dass es viele Schnittmengen bei unseren Vorstellungen und Zielen gibt. Selbstverständlich wird jeder versuchen, seine Prioritäten herauszustellen. Und das ist auch in Ordnung.

Unser großes Ziel sollte jedoch sein, gemeinsam und über alle Parteigrenzen hinweg für das Wohl der Gemeinde zu arbeiten. Dabei ist es nicht wichtig, wer zuerst einen guten Vorschlag macht; dabei braucht kein Wettlauf aus Angst darüber zu entstehen, dass einer dem anderen die Butter vom Brot nehmen könnte. Bündeln wir also die vielfältigen Talente, Ideen und Fähigkeiten. Pflegen wir eine intensive, sachliche Kommunikation, Auseinandersetzung und Diskussion, um am Ende das beste Ergebnis für unsere Gemeinde zu erreichen.

Ganz besonders sind wir dabei jedoch auf die Mithilfe, die Unterstützung aber auch auf das Verständnis unseren Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Ich bitte schon jetzt um das Verständnis, dass wir nicht alle anstehenden Fragen und Probleme sofort lösen können und nicht alle Wünsche und Erwartungen erfüllen können.

Meine Damen und Herren, die Aufgaben, die sich uns stellen, werden uns viel abverlangen. So besteht der allgemeine Auftrag des Gemeinderats letztlich darin, Initiator der kommunalen Entwicklung zu sein.

Unser Auftrag, Initiativen zu setzen und Anstöße zu geben, muss sich natürlich einordnen in den finanziellen Spielraum. Jede Bindung über die freien Haushaltmittel hinaus engt die kommunale Selbstverwaltung ein und beschränkt die Entscheidungsfähigkeit in der Zukunft. Für "Schaufenster-Anträge" ist daher kein Platz.

Außerdem zwingt uns das Haushaltskonsolidierungskonzept zu verantwortungsgewusstem Handeln. Natürlich müssen wir begonnene Projekte weiterführen, dürfen aber neue nur in Angriff nehmen, wenn sie nötig sind und die Finanzierung gesichert ist.

Wenn wir alle auch wissen, dass wichtige und vielleicht auch manchmal unbequeme Entscheidungen bevorstehen und wir auch einen Weg ins Ungewisse antreten, glaube ich doch, dass wir darauf vorbereitet sind. Wir haben im Hinblick auf die Konsolidierung einen guten Weg eingeschlagen, den wir aber nicht verlassen dürfen. Dabei vertraue ich auch auf das gesamte Personal mit Bauhof und Verwaltung.

Liebe Kollegin und Kollegen, bevor wir jetzt zu den ersten Tagesordnungspunkten kommen, wünsche ich uns allen für die nächsten sechs Jahre gemeinsamer Zusammenarbeit Gottes reichen Segen, Gesundheit und immer die richtigen Entscheidungen.

In diesem Sinne: Es gibt viel zu tun, packen wir es an.


Foto:


Vereidigung